Samstag, 19.09.2020 10:15 Uhr

Fichtner goe fossil free

Verantwortlicher Autor: Wolfgang Weichert Stuttgart, 25.06.2020, 22:15 Uhr
Presse-Ressort von: Wolfgang Weichert Bericht 8702x gelesen
FFF-Demo vor Fa. Fichtner
FFF-Demo vor Fa. Fichtner  Bild: Wolfgang Weichert

Stuttgart [ENA] Am Freitag 19.06.2020 um 12:00 Uhr lud Fridays for future zu einer Mahnwache vor dem Gebäude der Firma Fichtner in Stuttgart. Hintergrund ist, dass die Firma Fichtner als federführendes Ingenieurbüro beim Bau des Kohlekraftwerks Rampal in den Sundarbans von Bangladesh beteiligt ist.

Der ca 10 Jahren andauernde Protest ist vor Ort aufgrund von Repressionen und Vertreibung nicht mehr sicher für die Bewohner des Mangrovenwaldes Sundarbans - deswegen führen Fridays for future zusammen mit Extinction Rebellion Stuttgart, Ende Gelände Stuttgart Grüne Jugend Stuttgart, IL Stuttgart und dem Klima- und Umweltschutzbündnis den Protest hier Stuttgart fort! Die Gründe des Protests sind vielfältig und lassen sich mit Neokolonialismus, Profitstreben, europäischer Wichtigtuerei und glattem Nichtrespekt für andere Völker sowie die Zukunft aller zusammenfassen, so in der Ankündigung zur Mahnwache im Internet.

Einer der Redner war Dieter Bareis, Koordinator beim Klima- und Umweltbündnis Stuttgart. Auszug aus seiner Rede: „Laut Firmenhomepage ist Fichtner „eines der führenden unabhängigen Ingenieur- und Beratungsunternehmen im Bereich Energie und Infrastruktur“… „Eines dieser Projekte ist das Kohlekraftwerk Rampal in Bangladesch, zu dem Fichtner sein Fachwissen beisteuert. Das Kraftwerk wird eine Leistung von 1320 Megawatt haben. Also anderthalbmal so groß wie die von Block 9 in Mannheim. Dieses Kraftwerk liegt nur 14km nördlich von Sundarbans, dem größten und artenreichsten Mangrovenwald der Erde.“

Im Rahmen der Mahnwache überreichten die Umweltaktivisten der Firma Fichtner 25.000 Unterschriften, die gegen das Kraftwerk gerichtet sind. Dr. Andreas Weidler (Stellv. Vorsitzender Fichtner GmbH) nahm diese Unterschriften entgegen. Zu dem Projekt wollte er sich im Rahmen der Mahnwache nicht äußern. Das sei ein zu komplexes Diskussionsthema für eine Demonstration, so Weidler zu den Demonstranten.

Übergabe der Unterschriften
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