Montag, 09.12.2019 06:07 Uhr

Demo gegen queerfeindliche Gewalt

Verantwortlicher Autor: Wolfgang Weichert Stuttgart, 02.08.2019, 23:56 Uhr
Presse-Ressort von: Wolfgang Weichert Bericht 5337x gelesen
Demo Marienplatz Stuttgart
Demo Marienplatz Stuttgart  Bild: Wolfgang Weichert

Stuttgart [ENA] Am Freitag (02.08.2018) trafen sich mehr als 200 Menschen auf dem Stuttgarter Marienplatz um gegen queerfeindliche Gewalt Flagge zu zeigen. Auslöser waren Angriffe auf Teilnehmer der CSD-Politparade und CSD-Hocketse am letzten Wochenende in Stuttgart.

Aber nicht nur die Angriffe auf die Teilnehmer vom CSD waren Anlass zu dieser Demonstration. Man solidarisierte sich auch mit der türkischen Gemeinde Baden-Württemberg, die wegen ihrer Teilnahme am Christopher Street Day in Stuttgart immer wieder angefeindet wird. Detlef Raasch (Mitglied des Vorstands der Interessensgemeinschaft CSD Stuttgart) schilderte, wie er am vergangenen Samstag erst verbal und danach mit Faustschlägen angegriffen wurde. „Das war das erste Mal, dass ich wegen meines Schwulseins angegriffen wurde“, rief er aus: „Lasst es euch nicht gefallen! Erstattet Anzeige! Schämt euch nicht!“

Christoph Michl (Geschäfstführer der IG CSD) überbrachte die Grußbotschaft von Stefan Kaufmann (CDU, MdB), der nicht persönlich anwesend sein konnte und dies bedauerte. Weitere Redner waren unter anderem auch Laura Halding-Hoppenheit (die LINKE) und Holger Edmaier vom Projekt „100% Mensch“. Die Redner riefen auf, nicht wegzuschauen, sondern den Betroffnen Hilfe anzubieten. „Die Angriffe auf diese Menschen passieren nicht wegen deren sexuellen Orientierung, sondern wegen der Menschenverachtung der Täter, die nicht begreifen, dass alle Menschen gleich sind und die gleichen Rechte haben“, betonte Holger Edmaier.

Laura Halding-Hoppenheit (Die Linke)
Christoph Michl (IG CSD)
Holger Edmaier (Projekt „100% Mensch“ )
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